Carsten Maschmeyer – Schmutzkampagne „Unternehmen Donnerwetter“

Carsten Maschmeyer wird spätestens nach „Hölle der Löwen“ jedem etwas sagen. Dem Mann von Veronica Ferres wurde jahrelang ein skrupelloses Verhalten nachgesagt. Dass dies nicht immer der Wahrheit entspricht, zeigt ein aktueller Bericht über den Stefan Schabirosky, der ein Buch mit dem Namen „Mein Auftrag: Rufmord“ herausbrachte. In diesem kommt sein Auftrag durch einen hochrangigen CDU-Politiker ganz besonders zum Vorschein. Die Deutsche Vermögensberatung AG (DVAG) soll ihn beauftragt haben, eine Schmutzkampagne gegen Maschmeyer und seinen damaligen Finanzdienstleister AWD durchzuführen.

Elf Jahre Angehörigkeit bei der AWD

Schabirosky war insgesamt elf Jahre bei der AWD als Versicherungsvertreter angestellt, ehe er ausschied.

Angeblich erstattete der ehemalige Versicherungsvertreter über Anwälte anonym Strafanzeigen gegen die AWD, wobei die DVAG die Kosten der Anwälte übernahm. Ebenfalls eine Anti-Maschmayer-Internetseite sollte von der Deutschen Vermögensberatung AG finanziert worden sein.

Die Idee hierzu soll Stefan Schabirosky von einem SZ-Redakteur bekommen haben.

Wie alles aufflog

Angeblich überwarf sich der Buchautor mit der DVAG auf Grund ausbleibender Honorarzahlungen und einer siebenstelligen Erfolgsprämie. Offiziell war Schabirosky als Controller bei der DVAG angestellt und verdiente hierdurch rund 6000 Euro monatlich.

Anschließend vertraute sich der Controller seinem Ex-Chef Maschmeyer an und informierte ihn über das Vorgehen der DVAG.

Das Ziel der Schmutzkampagne gegen Maschmeyer

Nicht nur Maschmeyer als Person sollte in das negative Rampenlicht gestellt werden. Vor allem die AWD sollte ihren guten Ruf im Kapitalbereich verlieren, so dass die „Erschütterung des Vertrauens des Kapitalmarktes, der Mitarbeiter und der Kunden“ erreicht werden sollte.

Daraus resultierend ging eine sieben Seiten lange Strafanzeige gegen den Finanzdienstleister bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ein. Besonders der Verdacht der Kursmanipulation soll hier im Vordergrund gestanden haben.

Der AWD soll bei den Mitarbeiterzahlen gelogen und die Anzahl von mehr als 7000 deutlich unterschritten haben. Somit sei ein höherer Pro-Kopf-Umsatz generiert worden.

Die DVAG leugnet das Vorgehen

In einer Pressemitteilung ließ die Deutsche Vermögensberatung AG verlauten, dass an den Anschuldigungen von Schabirosky kein Wahrheitsgrad erkennbar sei und die Aussagen auf Grund eines Rachefeldzuges entstanden sind. Grund hierfür soll das Ausscheiden des Versicherungsberaters bei der AWD im Jahre 2008 gewesen sein.

Carsten Maschmeyer – einer der reichsten deutschen Unternehmer

Nach dem Verkauf seiner Anteile an das Schweizer Versicherungsunternehmen Swiss Life wurde Carsten Maschmeyer zu einer der reichsten deutschen Unternehmer. Inzwischen investiert der „Löwe“ in Start-Ups und ist Aktieninhaber bei Swiss Life.

Ab dem Frühjahr 2018 soll auf SAT1 eine Sendung unter dem Namen „Das ist deine Chance“ von ihm moderiert werden. Hierbei werden Start-Ups vorgestellt und können so einen Investor finden.