Aktienchart / DAX

DAX: Gibt es einen Ausbruch nach oben?

Die Börsenwoche startet und damit steht eine Frage im Raum: Wohin wird die Reise des Dax in dieser Woche gehen? Auf jeden Fall stellt das politische Chaos in den USA nicht gerade als ein förderliches Klima dar. Dazu kommt noch ein starker Euro, der dem DAX deutlich zu schaffen macht.

Ein zäher August für den DAX

Bisher kann der August für den DAX als ausgesprochen zäh bezeichnet werden. Der Start des deutschen Leitindex lag wies eine Spanne zwischen 12.000 und 12.300. Doch es könnte durchaus sein, dass das Börsenbarometer die 12.300er-Marke schon bald überspringen könnte. So wird es von dem Chef-Analysten der Bremer Landesbank, Folker Hellmeyer, prognostiziert, da die heimische Konjunktur rund laufe.

Auch von anderen Analysten wird es so gesehen. Die Anleger setzten in Angesicht auf die positiven Gewinnentwicklungen der Unternehmen auf steigende Dividenden. Aber auf jeden Fall müsse die Euro-Entwicklung im Auge behalten werden, wie von dem Anlagestrategen Tobias Basse der NordLB gewarnt wird. Seit Jahresbeginn verteuerte sich die europäische Gemeinschaftswährung um rund 12 % und kostet aktuell 1,19225 USD (Stand 28.08), woran die Fed-Chefin Janet Yellen und EZB-Chef Mario Draghi beigetragen haben.

Die Waren der heimischen Firmen werden aufgrund durch den stärkeren Euro auf dem Weltmarkt weniger wettbewerbsfähig sein. Doch von dem Bremer-LB-Volkswirt Hellmeyr wird erklärt, dass es nicht zu erwarten sein, dass der DAX den psychologisch wichtigen Schritt über die 1,20er Marke macht. Seine Aussage: „Das ist politisch nicht gewollt.“

Entwicklungen im Weißen Haus sind wichtig

Der Börsenbrief-Autor Hans Bernecker hingegen sieht für den DAX eine zähe August-Woche und nicht viel Luft nach oben. Er schrieb in seiner „Termin-Börse“, dass speziell in Europa klare Kaufsignale fehlen. Nicht nur den Euro sieht er als Belastung, sondern auch das politische Chaos in Washington DC , da Präsident Trump den Rückhalt verliere.

Auch von Dirk Rogowski, dem Geschäftsführer der Veritas Investment GmbH, wird den Anlegern dazu geraten, aufgrund der Entwicklungen in den USA achtsam zu bleiben. Der Experte erklärt, ein weiteres Mal, der „Trumpinator“ dafür sorgen könnte, dass alles durcheinander gerät.

Mehr denn je sorgen sich die Anleger um den Fakt, wie es um die Umsetzung der vielen Versprechungen steht, die von Trumps Seite kamen. Dazu kommen noch die Gefahren, die von einem erneuten möglichen Nordkorea-Krieg ausgehen können. Des Weiteren steht noch noch ein weiteres drohendes Ungemach im Raum: Trumps Drohung, Kongress und Senat zu blockieren, wenn diese nicht die Mittel zum Bau der Mauer zu Mexiko bewilligen. Jedoch wird von dem NordLB-Experten Basse zur Gelassenheit geraten und erklärt, dass die USA alles tun werden, um ihre Anleihen zu bedienen.