Der Handel mit CFDs wird explodieren

In Deutschland gibt es 100.000 CFD-Trader. Seit Jahren bleibt die Zahl der Händler auf diesem hohen Niveau. Ab 2016 wird die Anzahl sprunghaft zunehmen, denn dann führen zehn europäische Staaten die Finanztransaktionssteuer ein. Der Verkauf einer Aktie wird dann mit 0,1 Prozent und eines Derivates mit 0,01 Prozent besteuert. Welche Effekte die Mehrwertsteuer auf den Handel mit CFDs hat, klären wir in diesem Artikel.

CFDs sind seriös

Bei CFDs handelt es sich um sogenannte Differenzkontrakte. Das Finanzderivat ist bei Tradern sehr beliebt, weil es einen Basiswert abbildet und gehebelt werden kann. Um ein hochspekulatives Produkt handelt es sich dabei nicht, denn der Trader bestimmt den Geldeinsatz und das Underlying. Wie die Website Betrug.co richtig erläutert, handelt es sich dabei auch nicht um ein unseriöses Finanzprodukt. Im Gegenteil, denn mehr und mehr regulierte Broker bieten ihren Kunden CFDs an. Wer möchte, kann hier mehr lesen.

Mehreinnahmen oder wird sich ins eigene Fleisch geschnitten?

Das deutsche Finanzamt erhofft sich mit der Einführung der Steuer Mehreinnahmen in Höhe von 17,6 Milliarden Euro. Was im ersten Moment nach einem Geldsegen klingt, entpuppt sich schnell als Mogelpackung, denn in Wahrheit steht die Attraktivität des Finanzplatzes Deutschlands auf dem Spiel. Experten sind sich bereits jetzt schon einig, dass viele Geschäfte einfach nach London verlegt werden und Frankfurt als Börsenplatz austrocknen wird.

CFD-Broker bedanken sich

Die CFD-Broker freuen sich über die Steuer, denn sie werden einfach jeden Basiswert 1 zu 1 abbilden und somit um ein zehnfaches günstiger sein, als Frankfurt. In Frankreich wurde die Steuer bereits eingeführt und das Handelsvolumen nimmt nachweislich ab. In Italien ist es ähnlich, allerdings wurde das Schlupfloch „CFD“ geschlossen.

Keynes kannte keine CFDs

Ob die Steuer im Sinne des großen Ökonomen Keynes ist, darf bezweifelt werden. Zwar war er 1936 der erste, der ein solches Vorhaben ausformulierte, allerdings waren ihm CFDs zu diesem Zeitpunkt völlig fremd. Er wollte mit der Einführung der Steuer die Kursschwankungen glätten, denn er wusste, dass diese durch Spekulationen hervorgerufen werden. Was heute gerne unerwähnt bleibt ist, dass Daytrader und Spekulanten dem Markt mit kurzfristiger Liquidität versorgen und somit für einen fairen Preisfindungsprozess sorgen. Steigen die Trader auf CFDs um, wird die Spanne zwischen Kauf- und Verkaufspreis am Aktienmarkt steigen. Ein hoher Spread bedeutet immer höhere Kosten für den Händler.

Unser Fazit zur Steuer

Wir empfehlen die Suche nach einem seriösen CFD-Broker und die Eröffnung eines Kontos. Es macht aus der wirtschaftlichen Perspektive keinen Sinn mehr für eine Aktie als für ein CFD zu zahlen, deshalb sollte sich jeder mit einem Wechsel auseinandersetzen. Die Finanztransaktionssteuer wirkt wie eine öffentliche Geißelung der Banken. In Wahrheit zocken die aber weiter. Wir gehen von einem exorbitanten Anstieg der CFD-Konten-Neueröffnungen aus. Dennoch wollen wir darauf hinweisen, dass beim CFD-Broker immer das Emittenten-Risiko besteht.