IBAN im Internet berechnen und prüfen

Wenn bei Dingen, die einem vertraut sind, Veränderungen anstehen, führt das bei Verbrauchern nicht selten zu Verunsicherung. Ein typisches Beispiel dafür ist die Einführung der SEPA-Überweisung, die seit August 2014 die alten Überweisungsverfahren abgelöst hat. Die bis dahin in Deutschland übliche Identifizierung eines Kontoinhabers durch Kontonummer und Bankleitzahl wich einer internationalen Bankkontonummer und einem BIC-Code zur Identifikation von Geschäftsstellen im Zahlungsverkehr. Von den Banken und anderen verbraucherfreundlichen Instituten wurden die Kunden seit 2008 langsam an das neue System herangeführt. Inzwischen gilt die Umstellung als gelungen, obwohl es vereinzelt durch fehlerhafte IBAN-Rechner zu Problemen kam.

Gründe für die Einführung von IBAN und BIC

Mit der Einführung des Euro 2001 in zwölf verschiedenen Ländern waren auch grundlegende Änderungen im internationalen Zahlungsverkehr notwendig geworden. Aufgrund unterschiedlicher Banksysteme in den einzelnen Ländern waren Auslandsüberweisungen kompliziert, nahmen viel Zeit in Anspruch und kosteten nicht wenig Gebühren. Mit der Einführung der IBAN fand eine Vereinheitlichung der Zahlungsverkehrssysteme statt. Die IBAN-Struktur aus Prüfdaten und Kontodaten ermöglicht eine Identifikation von Bankinstitut und Konto. Weil diese Funktion noch nicht für alle Konten der Welt ausreichend ist, wurde zusätzlich ein international standardisierter Code zur Identifikation von Geschäftsstellen im Zahlungsverkehr eingeführt, der sogenannte BIC-Code oder SWIFT-Code. Weltweit verwenden derzeit 61 Länder dieses System aus IBAN und BIC. Für die Verbraucher ergeben sich dadurch einige Vorteile:

 

  • Erleichterung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs zwischen den teilnehmenden Ländern
  • keine Zeitverzögerung mehr bei Lastschriften
  • Begrenzung der Zeitverzögerung bei Überweisungen auf einen Tag
  • Verringerung der Gebühren bei Auslandszahlungen durch einheitliche Standards, Prozesse und Dateiformate
  • keine Unterschiede zwischen nationalen und internationalen Zahlungen innerhalb der EU
  • gemeinsamer Rechtsrahmen der teilnehmenden Länder, wenn es beim länderübergreifenden Zahlungsverkehr zu Problem kommt

Aufbau von IBAN und BIC

Die IBAN kann maximal aus 34 alphanumerischen Zeichen bestehen. Die meisten Länder schöpfen jedoch die maximale Zeichenanzahl nicht aus. Die ersten beiden Stellen geben den Ländercode in Buchstaben an (Beispiel DE für Deutschland, AT für Österreich). Es folgt eine zweistellige Prüfsumme mit Prüfziffern und eine maximal 30-stellige Kontoidentifikation, die in Deutschland aus Bankleitzahl und Kontonummer besteht. Somit besteht die IBAN in Deutschland aus 22 Stellen.

Die BIC besteht aus maximal elf alphanumerischen Zeichen. Dabei geben die ersten vier Stellen den Bankcode in Buchstaben an (Beispiel PBNK für Postbank). Es folgt der zweistellige Ländercode, der ebenfalls nur aus Buchstaben besteht. Die nächsten zwei Stellen bestimmen den Ort der jeweiligen Bankfiliale. Zum Schluss ist optional eine dreistellige Kennzeichnung der Abteilung möglich.

Beispiele für die BIC in Deutschland

  • PBNKDEFF – Postbank Köln
  • HASPDEHH – Hamburger Sparkasse
  • DEUTDEDBMUC – Deutsche Bank München
  • MARKDEF1200 – Bundesbank Hamburg

Kontrollmöglichkeiten der IBAN im Internet

Verbraucher müssen sich erst einmal an den Umgang mit der 22-stelligen IBAN-Nummer gewöhnen. Während früher bei Überweisungsvordrucken Kontonummer und Bankleitzahl aus dem Kopf aufgeschrieben werden konnten, fällt das mit der IBAN vielen Menschen noch schwer. Als Hilfe können hier IBAN-Rechner im Internet dienen. Auf kostenloses-konto.net kann anhand von Land, Bankleitzahl und Kontonummer die IBAN errechnet werden, sodass Falschüberweisungen vermieden werden können.

Wer sich nicht sicher ist, ob seine IBAN korrekt ist, kann mit diesem kostenlosen Tool auch die Richtigkeit überprüfen. Dafür muss in das entsprechende Feld nur die IBAN eingegeben werden und in Sekundenschnelle wird angezeigt, ob die IBAN korrekt ist oder nicht.