Abgeltungssteuer

Was ist die Abgeltungssteuer?

Seit 2009 ist die Abgeltungssteuer in Deutschland in Kraft getreten. Sie wird dabei auf Kapitalvermögen angewandt (gem. § 20 EStG) und soll damit die vorherige Kapitalertragssteuer ersetzen. Seit 2009 unterliegen auch private Veräußerungsgewinne bei Wertpapieren der Abgeltungssteuer. Bis dato waren diese von der Spekulationssteuer befreit, sofern die Haltefrist mehr als ein Jahr betragen hatte.

Unter die Abgeltungssteuer fallen somit Dividenden, Zinsen aber auch Erträge aus Zertifikaten und Investmentfonds. Die Abgeltungssteuer beträgt derzeit 25 Prozent. Hinzu kommt noch der Solidaritätszuschlag und unter Umständen die Kirchensteuer. In der Gesamtsumme jedoch höchstens 28 Prozent.

Vor allem Anleger im Bereich von Aktien und Investmentfonds werden damit deutlich schlechter gestellt. Denn bislang mussten sie Kursgewinne nach der Spekulationsfrist von einem Jahr nicht versteuern.
Jedoch vermögende Anleger, die in festverzinsliche Wertpapiere anlegen, zahlen in der Regel weniger Steuern. Zu mindestens dann, wenn der Steuersatz über 25 Prozent liegt. Denn bislang wurden die Einkünfte in diesem Bereich mit dem persönlichen Steuersatz belastet.