Effektivzins

Mit dem Effektivzins kann festgestellt werden, wie teuer ein Darlehen tatsächlich ist. Allerdings fließen in diesen nicht alle kosten bestimmenden Faktoren mit ein.

Im Effektivzinssatz werden vorrangig folgende Punkte berücksichtigt:

  • Zinssatz
  • Auszahlungssatz
  • Tilgung
  • Zeit der Zinsbindung
  • Bearbeitungsgebühren
  • Zeitpunkt der Zins- und Tilgungsverrechnung

Enthalten sind nicht:

  • Schätzgebühren
  • Bereitstellungszinsen
  • Teilauszahlungszuschläge
  • Kontoführungsgebühren

Somit ermöglicht der Effektivzins nur einen oberflächlichen Vergleich unterschiedlicher Angebote. Der Effektivzinssatz kann durch seine Komplexität und den einzelnen Punkten jedoch nur mit einem speziellen Softwareprogramm errechnet werden. Der Taschenrechner hilft hierbei wenig.

Von einem anfänglichen effektiven Jahreszins spricht man dann, wenn der Kreditrückzahlungszeitpunkt länger dauert, als der vereinbare Zins. Denn der Effektivzins lässt sich immer nur für die Dauer der ersten Zinsbindung berechnen. Nicht jedoch auf spätere Vereinbarungen.

Trotz der fehlenden Angaben ist der Effektivzins nach wie vor ein wichtiges Merkmal für Kreditnehmer, um unterschiedliche Angebote miteinander zu vergleichen. Vergessen sollte man jedoch nicht die weiteren Faktoren, die eben nicht vom Effektivzins erfasst werden.