Gleitzinsdarlehen

Bei einem Gleitzinsdarlehen hat der Darlehensgeber das Recht, die Zinsen einseitig anzupassen. Dabei wird diese Zinsanpassung häufig mit Kopplung an einen Index vorgenommen. In der Regel den Euribor. Ansonsten muss sich das Kreditinstitut an den Vorgaben der Bundesbank in Sachen Gleitzinsen orientieren. Auch wenn das Recht auf eine einseitige Zinsänderung besteht, darf dieses jedoch nicht einfach nach Belieben ausgeführt werden.

Allerdings hat die Vergangenheit gezeigt, dass sich vor allem Banken dann vergesslich zeigen, wenn der Index oder die Bundesbankzinsen sinken. Eine Anpassung nach unten wird oft nicht vorgenommen. In solchen Fällen hilft es, aber wenn der Kreditnehmer die Bank erinnert.

Vorteile für den Darlehensnehmer:

Wenn man in einer Hochzinsphase einsteigt, hat man oft die Möglichkeit davon zu profitieren. In der Regel kommt nach der Hochzinsphase eine Phase fallender Zinsen. Gleichzeitig hat der Kreditnehmer auch die Möglichkeit, Sondertilgungen nach freiem Bedarf vorzunehmen und kann den Rest des Darlehens auch mit relativen kurzen Kündigungszeiten zurückzahlen.

Der Gesetzgeber hat hierbei die Kündigungsfrist (Sondertilgung, Rückzahlung) auf drei Monate gesetzt.