Der Kredit: Von Privat oder der Bank ?

Früher, bevor es das Internet gab, war es nur üblich bzw. möglich, eine Bank oder konkrete Bekannte oder Verwandte um einen Kredit zu bitten. Diese beiden Optionen sind aber durch Systeme, wie das von Smava, durch eine weitere Option ergänzt worden, die das Internet möglich macht: die „Peer-to-Peer“ Kreditvergabe. Eine ganze Reihe Menschen spricht bei letzterem Modell sogar von einer „Win-Win“ Kreditvergabe; ein näherer Blick ist also sinnvoll.

Das Prinzip der Bank, Kredite zu vergeben, basiert auf dem kleinstmöglichen Risiko, Geld zu verlieren bei größtmöglichem Gewinn. Damit arbeiten Banken, wie auch die Norisbank, nun einmal und bieten darum nur bestimmten Gruppen von Kreditnehmern überhaupt Kredite an. Begriffe wie Bonität bilden die Grundlage bei Banken wie der Norisbank, denn Banken arbeiten als Gesamtsysteme, die bestimmten Regeln und Vorschriften zu folgen haben. Das neue System, von privat an privat, dagegen unterliegt nicht diesen Bestimmungen und Regularien, so dass hier die Freiräume bei der Kreditvergabe sehr viel größer sind. Auch die Zielgruppe ist eine deutlich andere als zum Beispiel bei der Norisbank.

Private Geldgeber und Kreditnehmer finden sich

Die Idee, den Horizont des rein privaten Umfelds zu verlassen, ist eigentlich genial. Irgend wo ist doch meistens noch jemand, der „ein bisschen“ Geld zur Verfügung hat, und der auch nicht abgeneigt ist, es an völlig Unbekannte zu verleihen, wenn zuvor eine Kontaktaufnahme statt gefunden hat und natürlich auch ein Vertrag vereinbart wurde, in dem alle Details, wie die genaue Laufzeit und die Zinsen etc., genau erscheinen. Damit ist solch ein Vertrag äquivalent zu einem Kreditvertrag, den eine Bank vereinbart. Im Falle der nicht erfolgenden Rückzahlung der Raten gibt es bei beiden Varianten klare Vorgaben. Dass jemand also einfach eine Summe als Kredit erhält und sich damit in Richtung Seychellen aus dem Staub macht, ist weder bei der Norisbank noch beim Smava System üblich bzw. möglich.

Schufa, Schulden und andere Notlagen

Durch Systeme wie Smava wird auch solchen Menschen eine zweite Chance gegeben, die bei einer normalen Bank keinen Kredit mehr erhalten würden. Arbeitslose, Menschen mit einem Schufaeintrag oder auch Studenten sind bei den Banken nicht gerade die beliebtesten Kandidaten. Ein System wie Smava behandelt erst einmal jeden Antragsteller gleich und geht davon aus, dass auch Leute, die zuvor vielleicht etwas leichtsinnig mit ihrem Geld umgegangen sind, lernfähig sind. Ein Kredit kann sogar einen Neuanfang bedeuten, denn er macht den Kreditnehmer wieder handlungsfähig. Die Vergangenheit wird dadurch zwar nicht ausgelöscht, aber sie wird auch nicht unbedingt als Hemmschuh gewertet. Wer merkt, dass ihm jemand vertraut, wird sich auch bemühen, das in ihn gesetzte Vertrauen auch unter Beweis zu stellen.

Wichtig: Zinsen und Konditionen vergleichen

Wer jedoch sowohl bei den Banken als auch bei anderen Instituten „gute Karten“ hat, sollte sich auf jeden Fall erst einmal mehrere Angebote mehrere Anbieter ansehen. Denn auch Smava und ähnliche Modelle können Pferdefüße aufweisen, indem die vereinbarten Zinsen weit über dem liegen, was die Norisbank von den Kunden verlangen würde. Dass eine Notlage und eine gewisse Dringlichkeit ausgenutzt wird, ist leider oftmals so, und man sollte sich gut überlegen, ob Zinssätze, die über 6 % liegen, wirklich noch Spaß machen.

Falls man das Gefühl bekommt, einem „Abzocker“ gegenüber zu stehen, empfiehlt es sich vielleicht doch, die ganz alte Tour zu wählen und sich bei Verwandten und Bekannten umzuhören, ob nicht doch ein Sparstrumpf ungenutzt herum liegt. Die Frage, ob ein System wie das von Smava oder die Norisbank die bessere Lösung sei, ist also von vielen verschiedenen Faktoren, dem Antragsteller, seiner Vorgeschichte und anderen Details abhängig. Und es sollte gut überlegt werden, wen man in Anspruch nimmt. Eine umfangreiche Recherche ist hier durchaus sinnvoll, um kein Geld zu verlieren.

Bankenpleiten – wie wird entschädigt?

Seit einigen Jahren ist das Wort Bankenpleite, das schon wegen seines Sinns ein düsteres Bild mitbringt, in den täglichen Nachrichten zu hören. Die Zahl der Banken, die ihre Türen für immer schließen, wird deutlich mehr. Damit ist das Thema aber nicht erledigt, denn die Arbeit einer Bank hat einen Sinn und Konsequenzen, die bei funktionierender Arbeit positiv ist. Schließt die Bank, hinterlässt sie im günstigsten Fall eine Lücke, es sind aber immer Menschen und Institutionen betroffen, die einen Verlust hinnehmen müssen. Wie sieht für sie die Entschädigung nach Bankenpleite aus?

Bankenpleiten – ein Anfang und kein Ende?
Seit dem Jahr 2008 hat das Wort Bankenpleite auch in Deutschland eine Bedeutung. Auch wenn die ersten Banken in den USA dicht gemacht haben, sind die Auswirkungen in der gesamten Weltwirtschaft und natürlich auch in der privaten Wirtschaft in Deutschland zu verzeichnen. Da von staatlicher Seite meistens keine große Hilfe zu erwarten ist, haben die deutschen Banken ein Einlagensicherungssystem zu bieten. Das macht es für die Kunden der Bank angenehmer, wissen sie doch, dass ihre Gelder sicher sind, wenn es zu einer Pleite kommt. Das war jedoch nicht immer so. So mancher wird sich noch an die Pleite der Kölner Privatbank Herstatt erinnern, das war 1974. Diese wurde nach riskanten Devisengeschäften und einem Verlust über Nacht von 470 Milliarden von erbosten Kunden attackiert, sodass sie durch die Ordnungshüter des Landes geschützt werden musste. Daraus ist die heute vorhandene Einlagensicherung entstanden, die die Kunden von Banken, bzw. die Anleger von Geldern vor einer solchen Situation schützt.

Bankenpleiten – die Einlagensicherung
Wie ein Airbag arbeitet die Einlagensicherung, falls es zu einem finanziellen Engpasss oder Desaster kommen sollte. Übernahmen und Stützungsmaßnahmen arbeiten still im Hintergrund, sodass oft gar nichts in der Öffentlichkeit davon bemerkt wird, wenn eine Bank in Schwierigkeiten gerät und die Kundengelder nicht mehr bereithalten kann. Das Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz sichert jeden Bankkunden und Institut ab. Damit sind Gelder auf den gängigen Produkte der Banken, wie die Einlagen auf Girokonten, Festgeldkonten, Tagesgeldkonten, Termingelder, Sparbücher und Sparbriefe geschützt. Produkte wie Inhaberschuldverschreibungen oder Zertifikate, die zu den eher selten gehandelten Produkten zählen, jedoch nicht. Auch Dividenden und Ausschüttungen sind bis zu einem maximalen Wert von 20.000 Euro pro Kunde und Bank abgesichert. Zusätzlich ist noch ein sogenannter Einlagensicherungsfonds vorhanden, der ebenfalls die Kundengelder im Falle einer Bankenpleite schützt. Hier kann jeder Kunde mit 30% des haftenden Eigenkapitals der Bank rechnen, jedoch nur, wenn der Fonds auch über die entsprechenden Mittel verfügt.

Was ist ein Depot?

Ganz groß ins Aktiengeschäft einsteigen – und das ganz ohne Bankberatung! Davon träumt wohl jeder. Allerdings schaffen es die wenigsten, denn für den Erfolg am Aktienmarkt benötigt man nicht nur ein Depot, sondern vor allem viel Glück und Gespür für den richtigen Zeitpunkt.

Das Depot benötigt der Anleger übrigens, da es für die Lagerung von Wertpapieren zuständig ist. Im Prinzip bekommt man heutzutage nur noch elektronische Depots. Früher gab es dagegen bei den Banken noch Depots, bei denen man Wertpapiere hinterlegen konnte.

Allerdings ist das Depot noch weitreichender, denn es ist nicht nur zum Lagern von Wertpapieren da, sondern auch zum Verwalten (Kauf, Halten, Verkauf, automatischer Verkauf bei bestimmten Aktienwerten). Das Halten, sowie den Kauf und Verkauf nennt man in Finanzkreisen Depotgeschäft. Geregelt ist das Depotgeschäft über das Kreditwesengesetz (KWG) und unterliegt damit den Bankgeschäften. Dies bedeutet, dass nur Banken ein Depot anbieten dürfen.

Das Depotgeschäft unterliegt allerdings nicht nur dem Kreditwesengesetz, sondern noch einer Reihe weiterer Gesetze. Darunter auch das Wertpapierhandelsgesetz (WpHG), worin geregelt ist, dass das Depotgeschäft eine Wertpapiernebendienstleistung ist.

Das Depot selbst ist genau genommen nur eine Übersicht der bereits getätigten Käufe. Außerdem bietet es die Möglichkeit, neue Wertpapiere zu kaufen. Bezahlt werden die Aktien mit dem normalen Girokonto oder bis zu einem gewissen Grad per ELV. Einmal im Jahr sind die Banken übrigens verpflichtet, den Depotinhaber einen Kontoauszug zu schicken. Hierfür erheben die meisten eine Depotgebühr. Zwar verzichten manche Banken auf diese Depotgebühren, doch wird die Gebühr dann über die Transaktionsprovision wieder hereingeholt.

Was ist eine Bankfusion?

Möchten sich mindestens zwei Banken miteinander verbinden oder will eine Bank mehrere Tochtergesellschaften zusammenlegen, dann spricht man von einer Bankfusion. Nicht selten verliert dabei eine Bank ihr komplettes Branding und muss fortan das Branding der neuen Bank übernehmen.

Doch diese Methode hat das Risiko, dass Kundenvertrauen verloren geht. Für die fusionierenden Banken ist es darum immer sehr schwierig, die Bestandskunden davon zu überzeugen, dass die Qualität bestehen bleibt und kein Bankwechsel nötig ist.

Wichtig ist für eine Bank, wenn sie mit einer anderen Bank fusionieren will, dass sie erst die Genehmigung des Bundeskartellamtes und der Bundesanstalt für Finanzaufsicht benötigen. Erst wenn von beiden Parteien geprüft wurde, ob es rechtliche Probleme gibt oder die Bank dadurch zu viel „Macht“ erhielte, kann die Bank die Fusion vollziehen.

In der Regel erfolgt eine Bankfusion unfreiwillig. Daher, meist wird eine kleinere Bank aufgekauft. Oftmals erfolgen dann Restrukturierungsmaßnahmen und Personalabbau. Daneben gibt es aber auch meist neue Produkte, sowie geänderte Gebühren. Während einer Bankfusion müssen Kunden also damit rechnen, dass sich viel ändert. Bestehende Konten bleiben aber in der Regel unberührt, da die Banken zu viel Angst haben, dass die Kunden von ihrem fristlosen Kündigungsrecht Gebrauch machen.

Bankfusionen müssen übrigens nicht nur national sein, sondern sind global möglich. Bekanntestes Beispiel aus der jüngsten Vergangenheit ist die Fusionierung zwischen der Hypo-Vereinsbank und der italienischen „Uni-Credit-Group“. Erfolgt ist die Fusionierung dadurch, dass die italienische Bank die Aktienmehrheit erworben hat. Direkt nach der feindlichen Übernahme kam es zu Personalabbau in den Filialen der Hypo-Vereinsbank.