Bankkonto im Ausland eröffnen

Was tut man, wenn man ein Bankkonto im Ausland beantragen möchte? Leider kann man das nicht so pauschal beantworten. In manchen Ländern ist es überhaupt kein Problem. Man geht zur Bank, zeigt seinen Reisepass her und bekommt sofort ein Konto.

In anderen Ländern, zum Beispiel in den USA, sollte man eine Steuernummer besitzen, sonst bekommt man gar nichts. Das ist leider so. Möchte ein Österreicher in Deutschland ein Konto eröffnen, schaut die Sache nicht so gut aus. Hier gibt es nur sehr wenige Banken, die das erlauben. Zum Beispiel die „Deutsche Bank.“ Anfragen lohnt sich auf jeden Fall überall. Da sich die Gesetze ständig ändern und wir in der EU Leben sollte es nicht mehr so problematisch sein. In anderen Ländern ist es natürlich viel schwieriger. Manche Banken wollen einen Meldezettel sehen, andere einen Job oder eine Staatsbürgerschaft. Banken arbeiten hier sehr unterschiedlich.

Möchte man in einem ganz bestimmten Land eines eröffnen, sollte man sich konkret dort erkundigen. Direkt bei den Banken oder bei der Botschaft. So erfährt man schnell, ob man ein Konto erhält oder nicht. Eine Alternative wäre zum Beispiel Paypal. Viele überweisen bereits dort hin. Da mittlerweile auch immer mehr Firmen per IBAN und BIC überweisen, gibt es überhaupt keine Probleme mehr in Sachen Auslandsüberweisung. Egal welche Konten man besitzt. Auf jeden Fall muss man alle Einnahmen beim Finanzamt bekannt geben. Tut man dies nicht, drohen einen hohe Strafen. Das darf man natürlich nicht vergessen.

Eigenkapital bei Banken

Banken verwalten täglich mehrere Milliarden Euro. Doch ihr Eigenkapital ist dagegen nur ein Bruchteil dessen, denn das Eigenkapital bei Banken wird dafür verwenden, um Verpflichtungen durch Kreditgeber oder Investoren bedienen zu können.

Das Eigenkapital einer Bank besteht im wesentlichen aus drei Kernelementen. Geregelt ist das Eigenkapital einer Bank übrigens im § 10 des Kreditwesengesetzes. Dort ist bestimmt, dass das Eigenkapital aus dem Kernkapital, aus dem Ergänzungskapital und zusätzlich noch aus Drittrangmitteln bestehen muss.

Sofern eine deutsche Bank insolvent geht und zum Beispiel nicht durch eine Bad Bank gerettet werden kann, benutzt man jenes Eigenkapital, um die Liste der Forderungen bei den Gläubigern befriedigen zu können. Da das Eigenkapital jedoch relativ gering ist, haben Privatanleger meist nur das Glück, dass sie das Geld aus dem staatlichen Bankensicherungsfonds erhalten. Allerdings auch nur bis zu 50.000 Euro.

Im folgenden kommt nun eine genauere Erläuterung zum Eigenkapital und was es bedeutet. Das Kernkapital ist zum Beispiel der Teil an der Bank, den sie dauerhaft zur Verfügung hat. Für jede weitere Kapitalie dient das Kernkapital als Bemessungsgrundlage. Früher gab es nur eine Kernkapitalklasse. Heute unterscheidet man zwischen den Klassen I und II. Wobei bei Klasse I mindestens 50 Prozent Ergänzungskapital sind. Neben Vorsorgereserven und Genussrechtskapital sind dies auch Neubewertungsreserven. Aus der Klasse II sind dagegen langwährende, aber nachrangige Anlagen.

Die Drittrangmittel besteht übrigens aus Bilanzpositionen, die eine sehr geringe Haftungsqualität haben. Je mehr Eigenkapital eine Bank übrigens hat, desto Kreditwürdiger ist sie, da sie die Einlagen der Gläubiger schützt.

Was ist eine Bankfusion?

Möchten sich mindestens zwei Banken miteinander verbinden oder will eine Bank mehrere Tochtergesellschaften zusammenlegen, dann spricht man von einer Bankfusion. Nicht selten verliert dabei eine Bank ihr komplettes Branding und muss fortan das Branding der neuen Bank übernehmen.

Doch diese Methode hat das Risiko, dass Kundenvertrauen verloren geht. Für die fusionierenden Banken ist es darum immer sehr schwierig, die Bestandskunden davon zu überzeugen, dass die Qualität bestehen bleibt und kein Bankwechsel nötig ist.

Wichtig ist für eine Bank, wenn sie mit einer anderen Bank fusionieren will, dass sie erst die Genehmigung des Bundeskartellamtes und der Bundesanstalt für Finanzaufsicht benötigen. Erst wenn von beiden Parteien geprüft wurde, ob es rechtliche Probleme gibt oder die Bank dadurch zu viel „Macht“ erhielte, kann die Bank die Fusion vollziehen.

In der Regel erfolgt eine Bankfusion unfreiwillig. Daher, meist wird eine kleinere Bank aufgekauft. Oftmals erfolgen dann Restrukturierungsmaßnahmen und Personalabbau. Daneben gibt es aber auch meist neue Produkte, sowie geänderte Gebühren. Während einer Bankfusion müssen Kunden also damit rechnen, dass sich viel ändert. Bestehende Konten bleiben aber in der Regel unberührt, da die Banken zu viel Angst haben, dass die Kunden von ihrem fristlosen Kündigungsrecht Gebrauch machen.

Bankfusionen müssen übrigens nicht nur national sein, sondern sind global möglich. Bekanntestes Beispiel aus der jüngsten Vergangenheit ist die Fusionierung zwischen der Hypo-Vereinsbank und der italienischen „Uni-Credit-Group“. Erfolgt ist die Fusionierung dadurch, dass die italienische Bank die Aktienmehrheit erworben hat. Direkt nach der feindlichen Übernahme kam es zu Personalabbau in den Filialen der Hypo-Vereinsbank.