Bankenpleiten – wie wird entschädigt?

Seit einigen Jahren ist das Wort Bankenpleite, das schon wegen seines Sinns ein düsteres Bild mitbringt, in den täglichen Nachrichten zu hören. Die Zahl der Banken, die ihre Türen für immer schließen, wird deutlich mehr. Damit ist das Thema aber nicht erledigt, denn die Arbeit einer Bank hat einen Sinn und Konsequenzen, die bei funktionierender Arbeit positiv ist. Schließt die Bank, hinterlässt sie im günstigsten Fall eine Lücke, es sind aber immer Menschen und Institutionen betroffen, die einen Verlust hinnehmen müssen. Wie sieht für sie die Entschädigung nach Bankenpleite aus?

Bankenpleiten – ein Anfang und kein Ende?
Seit dem Jahr 2008 hat das Wort Bankenpleite auch in Deutschland eine Bedeutung. Auch wenn die ersten Banken in den USA dicht gemacht haben, sind die Auswirkungen in der gesamten Weltwirtschaft und natürlich auch in der privaten Wirtschaft in Deutschland zu verzeichnen. Da von staatlicher Seite meistens keine große Hilfe zu erwarten ist, haben die deutschen Banken ein Einlagensicherungssystem zu bieten. Das macht es für die Kunden der Bank angenehmer, wissen sie doch, dass ihre Gelder sicher sind, wenn es zu einer Pleite kommt. Das war jedoch nicht immer so. So mancher wird sich noch an die Pleite der Kölner Privatbank Herstatt erinnern, das war 1974. Diese wurde nach riskanten Devisengeschäften und einem Verlust über Nacht von 470 Milliarden von erbosten Kunden attackiert, sodass sie durch die Ordnungshüter des Landes geschützt werden musste. Daraus ist die heute vorhandene Einlagensicherung entstanden, die die Kunden von Banken, bzw. die Anleger von Geldern vor einer solchen Situation schützt.

Bankenpleiten – die Einlagensicherung
Wie ein Airbag arbeitet die Einlagensicherung, falls es zu einem finanziellen Engpasss oder Desaster kommen sollte. Übernahmen und Stützungsmaßnahmen arbeiten still im Hintergrund, sodass oft gar nichts in der Öffentlichkeit davon bemerkt wird, wenn eine Bank in Schwierigkeiten gerät und die Kundengelder nicht mehr bereithalten kann. Das Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz sichert jeden Bankkunden und Institut ab. Damit sind Gelder auf den gängigen Produkte der Banken, wie die Einlagen auf Girokonten, Festgeldkonten, Tagesgeldkonten, Termingelder, Sparbücher und Sparbriefe geschützt. Produkte wie Inhaberschuldverschreibungen oder Zertifikate, die zu den eher selten gehandelten Produkten zählen, jedoch nicht. Auch Dividenden und Ausschüttungen sind bis zu einem maximalen Wert von 20.000 Euro pro Kunde und Bank abgesichert. Zusätzlich ist noch ein sogenannter Einlagensicherungsfonds vorhanden, der ebenfalls die Kundengelder im Falle einer Bankenpleite schützt. Hier kann jeder Kunde mit 30% des haftenden Eigenkapitals der Bank rechnen, jedoch nur, wenn der Fonds auch über die entsprechenden Mittel verfügt.