Bank für Internationalen Zahlungsausgleich warnt vor Börsen-Crash

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) ist eine internationale Institution auf dem Finanzsektor. Ihr Sitz befindet sich in Basel, die Gründung erfolgte bereits im Jahr 1930. Hier können die Zentralbanken der einzelnen Staaten auf freiwilliger Basis Mitglied werden, wobei die Deutsche Bundesbank zurzeit zu den aktuell 56 Mitgliedern zählt. Vordergründig nimmt die BIZ eine besondere, gehobene Position bezüglich der Kooperation der Mitgliederbanken und anderweitigen Zentralbanken und Institutionen aus dem Finanzbereich ein.

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Mit den Verantwortlichen dieser Zentralbanken werden turnusmäßige Zusammenkünfte getroffen, bei denen man die aktuelle Lage auf dem Finanzmarkt auslotet und erörtert sowie die die Finanzstabilität und die Konjunkturlage bewertet. Der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich sind mehrere Gremien und Ausschüsse angeschlossen, die gemeinsam die Eckpfeiler für die internationale Finanzstabilität bilden. Bekanntermaßen wird die Zusammenarbeit hier besonders hoch bewertet und genießt international einen hohen Stellenwert. Daher sorgt die aktuelle Schlagzeile„Bank für Internationalen Zahlungsausgleich warnt vor Börsen-Crash“ in der Finanzwelt durchaus für Aufsehen.

Warum ein Crash nicht ausgeschlossen scheint

Aktuell stehen die Aktienkurse auf dem internationalen Parkett trotz der durchaus andauernden Finanzkrise auf einem Rekordhoch. Durch die EZB (Europäische Zentral Bank) wurde der Leitzins erneut gesenkt, so dass das Geld so billig wie nie für die Banken und anderweitigen Geldinstitute erhältlich ist. Diese daraus folgende lockere Geldpolitik der Zentralbanken, so die Analysten der BIZ, könnte sich dieses an den Börsen als Finanzblase entpuppen, zumal eine Erholung der globalen Wirtschaft keinesfalls ersichtlich ist.

Als Folge daraus wäre ein Börsen Crash kaum zu verhindern. Insbesondere ist es als durchaus verwunderlich anzusehen, dass die Aktienkurse auch innerhalb Europas nach oben schnellen, trotz der bekannten Rezension und der aktuellen Krise um Zypern und anderen Staaten der Europäischen Union. Nach Angaben der BIZ wird das Verhalten der Anleger und Investoren durch die Zentralbanken der einzelnen Staaten bestimmt. Daneben können nach Bewertung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich durchaus weitere Faktoren für einen möglichen Börsen Crash sprechen wie zum Beispiel:

  • Geldschwemme durch Senkung des Leitzinses (Geld so billig wie nie zuvor)
  • Der weltweite Abschwung wird dadurch oftmals „verdrängt“
  • Auch Japan verdoppelt die Geldbasis des Yen durch Drucken
  • US Staatsanleihen aktuell so schlecht wie seit zwei Jahren nicht mehr
  • Einbrechen der Preise für Anleihen vorhersehbar

Anhand dieser kurzen Auflistung wird bereits deutlich, dass ein Crash an den Börsen wahrscheinlich ist, sofern die Zentralbanken in ähnlicher art und Weise vorgehen werden. Doch gerade hier steckt der Teufel im Detail. Sollte man die bisherige Geldschwemme eindämmen oder gar stoppen, so droht daneben auch noch eine weltweite Rezession, deren Ausmaße sich niemand so recht vorstellen mag.

Das Wort der BIZ hat weltweit Gewicht

Aufgrund ihrer Position und des bisherigen Wirkens hat das Wort der BIZ im Bereich des internationalen Finanzwesens sicherlich einen hohen Stellenwert und ein besonderes Gewicht. Daher wird auch die offizielle Crash Warnung durch die Verantwortlichen der Zentralbanken und der vergleichbaren Institutionen weltweit durchaus mit Sorge betrachtet und ernst genommen. Aufgrund der aktuellen Lage ist davon auszugehen, dass aufgrund der Geldschwemme und des permanenten Gelddruckens sowie der niedrigen Zinsen eine erhöhte Crash Gefahr besteht. Offensichtlich haben Investoren und Anleger wiederholt und trotz aller Warnungen erneut in Aktienpakete investiert, die im Grunde als wertlos zu bezeichnen sind und daneben auch mit hohem Risiko behaftete Spekulationen vorgenommen.

Dazu zählen beispielsweise Investitionen in verschiedene US Unternehmen, die bereits schlecht geratet worden sind. Die BIZ warnt nun eindringlich vor einem weiteren Vorgehen dieser Art und fordert die Zentralbanken auf umzudenken. Insbesondere die Investition in risikoreiche Assets ist eine Preisbeobachtung zwingend geboten. Explizit in diesem Segment sind die Preise explodiert und steil nach oben verlaufen. Weitere risikoträchtige Unternehmungen sind zu unterlassen oder zurückzufahren. Trotz aller konkreten Warnungen will die BIZ keinerlei Panik verursachen, wobei jedoch die Aussagen und Bewertungen seitens der Verantwortlichen durchaus ernst genommen werden sollten.