Eigenkapital bei Banken

Banken verwalten täglich mehrere Milliarden Euro. Doch ihr Eigenkapital ist dagegen nur ein Bruchteil dessen, denn das Eigenkapital bei Banken wird dafür verwenden, um Verpflichtungen durch Kreditgeber oder Investoren bedienen zu können.

Das Eigenkapital einer Bank besteht im wesentlichen aus drei Kernelementen. Geregelt ist das Eigenkapital einer Bank übrigens im § 10 des Kreditwesengesetzes. Dort ist bestimmt, dass das Eigenkapital aus dem Kernkapital, aus dem Ergänzungskapital und zusätzlich noch aus Drittrangmitteln bestehen muss.

Sofern eine deutsche Bank insolvent geht und zum Beispiel nicht durch eine Bad Bank gerettet werden kann, benutzt man jenes Eigenkapital, um die Liste der Forderungen bei den Gläubigern befriedigen zu können. Da das Eigenkapital jedoch relativ gering ist, haben Privatanleger meist nur das Glück, dass sie das Geld aus dem staatlichen Bankensicherungsfonds erhalten. Allerdings auch nur bis zu 50.000 Euro.

Im folgenden kommt nun eine genauere Erläuterung zum Eigenkapital und was es bedeutet. Das Kernkapital ist zum Beispiel der Teil an der Bank, den sie dauerhaft zur Verfügung hat. Für jede weitere Kapitalie dient das Kernkapital als Bemessungsgrundlage. Früher gab es nur eine Kernkapitalklasse. Heute unterscheidet man zwischen den Klassen I und II. Wobei bei Klasse I mindestens 50 Prozent Ergänzungskapital sind. Neben Vorsorgereserven und Genussrechtskapital sind dies auch Neubewertungsreserven. Aus der Klasse II sind dagegen langwährende, aber nachrangige Anlagen.

Die Drittrangmittel besteht übrigens aus Bilanzpositionen, die eine sehr geringe Haftungsqualität haben. Je mehr Eigenkapital eine Bank übrigens hat, desto Kreditwürdiger ist sie, da sie die Einlagen der Gläubiger schützt.