Online-Bank vs. Filiale

Online-Bank vs. Filiale

In den letzten fünfzehn Jahren ist die Zahl der Menschen, die für ihre Bankgeschäfte das Internet nutzen von 8 Prozent im Jahre 1998, auf über 40 Prozent im Jahre 2011 gestiegen.

Neueste Zahlen liegen noch nicht vor, aber man kann davon ausgehen, dass es spätestens im Jahre 2014 sicherlich 50 Prozent der Bankkunden sind, die ihre Geldgeschäfte online erledigen.

Ist Online-Banking besser?

Wenn die Hälfte aller Bankkunden das Online-Banking nutzt, so heißt das aber auch, dass immer noch die Hälfte aller Kunden das klassische Filial-Geschäft einer Bank nutzen.

Da darf man sich also fragen, welches die Vor- und Nachteile zwischen beiden Systemen sind.

 

Beim Online-Banking hat man klar den Vorteil, dass man weder an Öffnungszeiten angewiesen ist, noch ist man ortsgebunden: man kann jederzeit von zu Hause aus (oder auch von unterwegs) Überweisungen tätigen. Bei der Sicherheit hingegen ist man im Online-Banking natürlich Zielschiebe vieler krimineller Banden, die mit allen Tricks allesamt versuchen, den Kunden ihr Geld zu stehlen.

Die Filiale ist hingegen natürlich sehr eingeschränkt zugänglich. Aber auch hier gibt es ja in der Regel mittlerweile neben dem Geldautomaten für Abhebungen überall Geräte, wo man Überweisungen tätigen, Daueraufträge anlegen oder den Kontostand abfragen kann. Eine Filiale vor Ort bietet natürlich auch das Plus des persönlichen Ansprechpartners.

Weil das Online-Banking der Bank jedoch die Personalkosten und Miete für große Geschäftsräume und für ein flächendeckendes Filialnetzt spart, kosten Online-Konten natürlich in der Regel deutlich weniger als klassische Bankkonten, die womöglich noch Überweisungen per Papier-Vordrucke tätigen.

Online Banking und Online Banken

Womöglich ist eine Kombination aus beiden Systemen die beste Lösung.

Zunächst muss man hier aber auch noch unterscheiden, zwischen Banken wie der Deutschen Bank, die neben dem traditionellen Bankwesen mit der Filiale vor Ort auch noch die Option des Online Banking bieten, und den Online Banken, die gar kein Filialnetz haben, sondern nur Online oder per Automat operieren.

Auch wenn natürlich die Zahlen im Vergleich der Konto-Kosten bei den Online-Konten bestechend wirken (und insbesondere hier natürlich bei Online-Banken), muss man genauer hinschauen.

Meist beziehen sich diese Vergleiche in der Regel nur auf die Kosten für Konto-Führung und einen Vergleich der Zinssätze für Guthaben bzw. Überziehung. Im günstigsten Falle beinhaltet der Test auch ein Vergleich der Sicherheitsstandards – was sehr wichtig ist, sobald es online geht.

Bewährung im Ernstfall

Wenige Tests geben auch Auskunft über Kundenzufriedenheit, wenn etwas nicht funktioniert. Das kann alles Mögliche sein: Verlust der Hardware für das Generieren von neuen TANs und Kosten der Erstattung, Sperrung und Absicherung des Kontos bei Missbrauch, Verlust der Karte oder Kreditkarte.

Erst da erweist sich in der Regel, wie gut eine Bank wirklich ist. Kosten für die Kontoführung und Sicherheit sind ganz ohne Frage ein sehr wichtiger Faktor bei der Entscheidung für oder gegen eine Bank, aber nur der Kunde, der seine Bank auch in den so genannten „schlechten Zeiten“ erlebt hat, weiß, woran er genau ist.

Sollten Sie sich mit dem Gedanken eines Wechsels zu einer Online-Bank fragen, holen Sie sich auch hierzu Auskunft auf einschlägigen Foren wie beispielsweise Verbraucherschutz-Webseiten.