Vorstand der Volksbank besteht künftig aus drei Mitgliedern

Der Bundesvorstand der Volksbanken besteht aus drei Mitgliedern. Der Bundesverband der Deutsche Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) ist damit Vorreiter für die einzelnen Banken in den verschiedenen Bundesländern und Kommunen. Nach ihren Vorgaben werden hier auch zumeist die verschiedenen Geldinstitute von drei Vorstandmitgliedern geführt. Die drei führenden Vorstandsmitglieder im Bund agieren von Berlin aus und zeichnen sich durch unterschiedliche Kompetenzen in der Leitung unterschiedlicher Sachgebiete innerhalb des Bankwesens aus.

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Diese Trennung der Aufgabenbereiche, die im Grunde auch adäquat für die einzelnen Landesverbände anzusehen ist, ermöglicht eine umfassende Bewältigung der zahlreichen Bereiche, wobei letztlich durch eine gemeinsame Ausrichtung sowie durch den ständigen Austausch und einen permanenten Informationsfluss sämtliche Themen koordiniert und bearbeitet werden können. Dieses Ziel verfolgen naturgemäß auch die Vorsitzenden der einzelnen Landesbereiche und werden daher in ähnlicher Art und Weise vorgehen.

Die unterschiedlichen Aufgabenbereiche

Den drei Vorstandsmitgliedern kommen unterschiedliche Aufgabenbereiche zu, die jedoch aufgrund von Koordination und Austausch sich letztlich zu einem harmonischen Ganzen zusammenfügen lassen. Ähnlich erscheinen die Aufgabenverteilungen bei den verschiedenen Volksbanken in den Ländern und den Kommunen. Auch hie verantworten zumeist drei kompetente und erfahrene Vorstandsmitglieder die verschiedenen Bereiche wie zum Beispiel

  • Bereich Privatkundengeschäft und Eigengeschäft der Volksbank
  • Bereich Produktion, Controlling und IT Infrastruktur
  • Bereich Informationstechnologie
  • Bereichsleitung Risikomanagement
  • Bereiche Innenrevision und Personalwesen
  • Bereich Firmenkundengeschäft

Darüber hinaus sind weitere Aufgaben zu bewerkstelligen wie beispielhaft Überwachung und Koordination Rechnungswesen, volks- und betriebswirtschaftliche Ressorts oder auch Recht, Steuerrecht und Sicherungseinrichtungen. Anhand dieser Auflistung wird deutlich, dass neben den eigentliche Kernaufgaben erheblich mehr Bereiche zu bearbeiten sind.

Nur durch das Zusammenspiel der einzelnen Vorstandsvorsitzenden untereinander sowie der Kooperation mit den anderen leitenden Mitarbeitern sind ordnungsgemäße Abläufe auch tatsächlich zu realisieren. Aufgrund der hierarchischen Ausrichtung der Volksbanken werden dadurch den übrigen Mitarbeitern ohne Verlust von Informationen die entsprechenden Aufgaben zugewiesen und sämtliche Veränderungen und Neuerungen vermittelt.

Vorstände unterliegen natürlich auch einer Kontrolle

Auch wenn die drei Mitglieder des Vorstandes der Volksbank sicherlich mit entsprechenden Befugnissen und Entscheidungsgewalten ausgestattet sind, so dürfen und können sie keinesfalls herrschen wie es ihnen in den Sinn kommen könnte. Dazu werden, je nach Kommune oder Land, entsprechende Gremien vorgeschaltet, die die Arbeit des Vorstands sorgfältig überwachen und prüfen. Der Aufsichtsrat, so wird dieses Gremium benannt, setzt sich aus unterschiedlichen Personen zusammen, die oftmals kaufmännische Hintergründe besitzen oder auch schon als Führer von Geschäften Erfahrungen besitzen.

Zudem sollten die Mitglieder des Aufsichtsrates eine starke regionale Bindung sowie auch zur Volksbank besitzen. Die Hauptaufgaben des Aufsichtsrates bestehen also im Grunde darin, die Arbeit und die Geschäftsführung des Vorstands zu überwachen und dadurch auch die Interessen der Mitglieder zu vertreten. Diese konkreten Aufgaben werden im Grunde nach den Satzungen der Volksbanken sowie per gesetzlicher Grundlage geregelt.

Aufgaben des Vorstands der Volksbank

Jeder Vorstand der Volksbanken trägt die Hauptverantwortung für die Geschäftsführung der Bank und vertritt deren Interessen nach außen. Die Geschäfte sind nach den Vorschriften des Genossenschaftsgesetzes zu führen, wobei auch die bestimmte Geschäftsordnung für Vorstrände sowie die Satzungen der verschiedenen Banken zu beachten sind und zur Aufgabenbewältigung herangezogen werden müssen. Daneben ist der Vorstand verpflichtet, den Aufsichtsräten regelmäßig über die geschäftlichen Entwicklungen der Bank sorgsam Kenntnis zu geben sowie diesem Einblicke in die Unternehmensplanungen und die genossenschaftlichen Gepflogenheiten zu gewähren.

Außerdem sind entsprechende Jahresabschlussberichte sowie die gesetzlichen Lageberichte jährlich vorzulegen. Zudem werden von den Vorständen klare Strukturen erwartet, die in den unterschiedlichen Bereichen der Banken zum Tragen kommen werden. Dieses betrifft beispielsweise das Personalwesen, das Risikomanagement inklusive aller Rechtsthemen oder auch die IT Branche. Aus diesem Grunde werden in vielen Bereichen künftig drei Vorstandsmitglieder gewählt, die diese Aufgabenbereiche, je nach Kompetenz und fachlicher Qualifikation, zu bewältigen haben.