Was ist ein Depot?

Ganz groß ins Aktiengeschäft einsteigen – und das ganz ohne Bankberatung! Davon träumt wohl jeder. Allerdings schaffen es die wenigsten, denn für den Erfolg am Aktienmarkt benötigt man nicht nur ein Depot, sondern vor allem viel Glück und Gespür für den richtigen Zeitpunkt.

Das Depot benötigt der Anleger übrigens, da es für die Lagerung von Wertpapieren zuständig ist. Im Prinzip bekommt man heutzutage nur noch elektronische Depots. Früher gab es dagegen bei den Banken noch Depots, bei denen man Wertpapiere hinterlegen konnte.

Allerdings ist das Depot noch weitreichender, denn es ist nicht nur zum Lagern von Wertpapieren da, sondern auch zum Verwalten (Kauf, Halten, Verkauf, automatischer Verkauf bei bestimmten Aktienwerten). Das Halten, sowie den Kauf und Verkauf nennt man in Finanzkreisen Depotgeschäft. Geregelt ist das Depotgeschäft über das Kreditwesengesetz (KWG) und unterliegt damit den Bankgeschäften. Dies bedeutet, dass nur Banken ein Depot anbieten dürfen.

Das Depotgeschäft unterliegt allerdings nicht nur dem Kreditwesengesetz, sondern noch einer Reihe weiterer Gesetze. Darunter auch das Wertpapierhandelsgesetz (WpHG), worin geregelt ist, dass das Depotgeschäft eine Wertpapiernebendienstleistung ist.

Das Depot selbst ist genau genommen nur eine Übersicht der bereits getätigten Käufe. Außerdem bietet es die Möglichkeit, neue Wertpapiere zu kaufen. Bezahlt werden die Aktien mit dem normalen Girokonto oder bis zu einem gewissen Grad per ELV. Einmal im Jahr sind die Banken übrigens verpflichtet, den Depotinhaber einen Kontoauszug zu schicken. Hierfür erheben die meisten eine Depotgebühr. Zwar verzichten manche Banken auf diese Depotgebühren, doch wird die Gebühr dann über die Transaktionsprovision wieder hereingeholt.